Das Bayerische Spiele-Archiv Haar e.V sammelt und dokumentiert Gesellschaftsspiele und Spiele-Literatur. Es stützt sich auf einen Fundus von ca. 20.000 Spielen und eine Literatursammlung von rund 3.500 Büchern aus privatem Besitz. Hier findest Du alle bisher katalogisierten Spiele. Das Archiv wurde am 23. September 1996 gegründet, ist gemeinnützig und fördert wissenschaftliche und kulturelle Zwecke. Die Spiele sind in Haar bei München in Räumen der Gemeinde untergebracht.

Einmal im Jahr veranstaltet das bayerische Spiele-Archiv die Internationale Spieleerfindermesse und unterstützt Spieleautoren mit dem Leitfaden für Spieleerfinder und der Beweissicherung von Spielideen. Weiterhin unterstützt das bayerische Spiele-Archiv mehrere Spieletreffs in und um München und veranstaltet jährliche Ausstellungen in Haar, Aschheim und Germering.

Infos auf Youtube:

 

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Rezi: Tulpenfieber

Der erfolgreiche Spieleautor Uwe Rosenberg hat die Natur schon im Namen und oft auch in den Themen seiner Spiele. So wundert es nicht, dass wir uns bei seinem neuesten Werk im Holland der Tulpenzüchter wiederfinden. Hinter dem Blumenvorhang aber lauert ein spannendes Würfelspiel. In fünf Reihen mit sieben Spalten sind auf einem Tableau Kombinationen vorgegeben, die wir erwürfeln müssen.

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Rezi: Zauberberg

Ein stabiles Spielfeld aus Pappe, vier Kunststofffüßchen, um daraus eine schiefe Ebene zu machen und fertig ist der Zauberberg. Von oben nach unten führen ein paar offene Kanäle, durch die wir Murmeln, hier Irrlichter genannt, prima ins Tal und damit ins Ziel rollen können. An einigen markierten Punkten stellen wir sechs Zauberlehrlinge auf, an vier anderen grüngesichtige Hexen.

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Pressemitteilung: Förderung von Brettspielen im Register Guter Praxis­beispiele zum Erhalt des Immateriellen Kulturerbes

Mit der feierlichen Übergabe der Urkunde wollte Albert Füracker, Bayerns Staatsminister der Finanzen und für Heimat schon vor mehr als einem Jahr das Bayerische Spiele-Archiv auszeichnen. Ein Antrag bei der UNESCO führte zum Eintrag in das Register Guter Praxisbeispiele zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes „Brettspiele spielen“ in der Bayerischen Landesliste. Den Antrag hatte Tom Werneck, Leiter des Bayerischen Spiele-Archivs Haar zusammen mit  Prof. Dr. Karin Falkenberg, Deutsches Spielearchiv Nürnberg und Spielzeug­museum Nürnberg gestellt. Zweimal wurde der Übergabetermin wegen Corona verschoben. Doch am 23. September holt nun der Minister in einem kleinen Festakt die Ehrung in Nürnberg nach.

Das Register Guter Praxisbeispiele macht als Teil des Bayerischen Landes­verzeichnis erfolgreiche und innovative Programme und Projekte sichtbar, die den Grundsätzen und Zielen des Übereinkommens zur Erhaltung Immateriellen Kulturerbes der UNESCO in besonderer Weise entsprechen. Das Verzeichnis zeigt exemplarisch, welche lebendigen kulturellen Traditionen und Ausdrucks­formen in Bayern praktiziert und weitergegeben werden. Ziel ist es, die Vielfalt des lebendigen Kulturerbes in Bayern zu erhalten, zu pflegen und zu fördern.

Insgesamt wurden in das bayerische Register Guter Praxisbeispiele erst drei Modellprogramme zur Erhaltung Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Die Förderung des Spiels durch das Deutsche Spielearchiv Nürnberg, das Spiel­zeugmuseum Nürnberg und das Bayerische Spiele-Archiv Haar ist der vierte Eintrag.

Über Aufnahmen in das bayerische Landesverzeichnis und das bundesweite Verzeichnis wird regelmäßig in einem mehrstufigen Verfahren entschieden. Die Erstellung nationaler Register ist eine Verpflichtung aus dem UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes, dem Deutsch­land 2013 beigetreten ist.

Die beiden Initiatoren betrachten die Aufnahme in dieses Register nicht nur als An­erkennung der kulturerhaltenden Leistung der beteiligten Institutionen, son­dern auch als wichtigen Zwischenschritt, dem gemeinsamen Spiel in Familie und Gesellschaft Aufmerksamkeit und Anerkennung als bedeutendes Kulturgut zukommen zu lassen.

Werneck arbeitet derzeit bereits an zwei weiteren UNESCO-Anträgen, die Ende November eingereicht werden sollen.