Stuga, das weiß jeder, der jährlich Urlaub in Skandinavien macht, ist eine hübsche, ländliche Hütte, die vorzugsweise mückenfrei und einsam an einem einladenden Badesee liegt. Gut, man trifft es bisweilen auch etwas weniger günstig. Dann scharen sich mehrere Stugen um das begehrte Gewässer. Oder, vom Vermieter bisweilen listig verschwiegen: nahe zur Mülldeponie…

An diesem Spiel ist einiges ungewöhnlich. Das beginnt mit der Schachtel in Hausform, ochsenblutrote Seitenwände und ein beidseitig begrüntes Dach.
Aus sechzehn Pappstückchen wird ein rechteckiges landet ausgelegt, denn es geht bei Stuglandet um das Areal, das mit Ferienhäuschen besetzt werden kann.
Die haben eine Doppelfunktion. Die bunten Holzhäuschen sind zugleich Würfel und Platzhalter. Drei darf man jeweils bis zu dreimal werfen. Liegt das Gebäude auf der Grundfläche, der langen oder kurzen Seite oder gar auf dem Dach? Die Lage berechtigt, einen Bauplatz zu belegen, ein fremdes oder auch eigenes Ferienheim zu versetzten oder zwingt zum Verzicht. Da balgt man sich um begehrte Grundstücke am Wasser, gönnt Konkurrenten die Nachbarschaft zum Abfallberg, legt zusammenhängende Siedlungen an. Sobald ein Mitspieler alle seine Häuschen verbaut hat, ist sofort Schluss.
Der Machtkampf um beste Wohnlage, die ständige Verdrängung der Mitspieler, pfiffiger Aufbau eigener und selektiver Zerstörung größerer fremder Siedlungsgebiete und das Würfeln mit Häuschen macht Spaß. Nur das Zusammenrechnen der Punkte am Ende könnte einfacher sein.
Stuglandet von Erik und Acke Ambring, Illu: Fabian Göranson, Haba, 2 bis 4 Sp. ab 8 J., ca. 30 Min., ca 25 €, haba-play.com



