Spiele ermöglichen oft Erfahrungen, die man in der Arbeitswelt selten machen kann. Zum Broterwerb geisterhafte Bären, Axolotl und Gänse zurück in ihre angestammten Lebensräume zu führen, käme wohl nur den wenigsten von uns in den Sinn.
Als Führer der Traumwege gewinnt, wer zuerst 15 Gleichgewichtspunkte durch das geschickte Ausspielen von Geistwesen sammelt. In jedem Zug werden Karten identischen Wertes in bis zu drei Sets platziert, wobei pro Gruppe nur eine Tierart in aufsteigender Zahlenfolge zulässig ist.
Die dynamische Verzahnung ist spannend: Erst wenn die Anzahl der Karten in einem Set den Wert eines Wald-, Fluss- oder Nebel-Habitats erreicht, darf dieses beansprucht werden. Dabei ist obligatorischer Wechsel zwischen Tag- und Nacht-Karten beim Aufbau der eigenen Auslage erforderlich. Ist der Lebensraum gesichert, werden die genutzten Geister abgelegt. Originell gelöst ist der Nachziehmechanismus, bei dem die Menge neuer Handkarten exakt dem Wert der gerade gelegten Karten entspricht. Sobald jemand die Zielpunktzahl erreicht, haben alle anderen noch einen letzten Zug. Bei Gleichstand gibt die Wertigkeit der einzelnen Habitat-Karten den Ausschlag.
Dieses präzise Management von Zahlenwerten und Reihenfolgen macht den strategischen Reiz der atmosphärischen Natur-Thematik aus.
Circadia von Hisashi Hayashi, Illu.: Maria Nechaeva, Elznir Games, 2 – 5 Sp. ab 10 J., ca. 25 Min., ca. 15 €, elznir-games.de


