Immer mehr Zugvögel verzichten auf ihre traditionelle Winterreise und bleiben während der nasskalten Jahreszeit bei uns. Aber ob es nun Sturheit, Dummheit oder schlichte Gewohnheit ist mag dahingestellt sein: Einige gefiederte Freunde machen sich immer noch auf den Weg.
Doch so ein Vogelzug ist voller Gefahren: Gegenwind, Räuber sowie Kollisionen mit Stromleitungen oder Rotorblättern fordern ihren Tribut. Das Spiel simuliert diese Reise vom hohen Norden bis nach Afrika.
Jeder Spieler wählt eines von acht Vogeltableaus mit artspezifischen Risiken. Die Spielmechanik gleicht unterschiedliche Streckenlängen durch Zugmarker aus. Wer zu weit zieht und über das Limit gerät, stürzt ab und setzt die Runde aus. Pro Zug wird eine Karte mit drei Flughöhen und potenziellen Gefahren aufgedeckt. Während eine frühe Landung sichere Fortschritte bringt, erhöhen zusätzliche Karten das Risiko des Scheiterns, bieten aber auch die Chance auf größere Distanzen. So entsteht ein spannendes Abwägen zwischen Sicherheit und Vorwärtskommen.
Ein ungewöhnliches, interessantes und raffiniert konstruiertes Familienspiel mit tadelloser Spielregel.
Die Grosse Reise von Charlec. Illu: Andreas Rocha, Red.: Andreas Vollenweider, Game Factory, 2 – 8 Sp. ab 8 J., ca. 20 Min., ca. 25 €, gamefactory-games.com

