Die ölproduzierenden Länder stehen in einem harten Wettkampf. Welches Olivenöl ist besser? Das aus Griechenland, Italien, der Türkei, Marokko oder Spanien?

Pythagoras, ein kleiner, engagierter Spieleverlag in einem Dorf in Portugal hat die Ölproduktion als Thema aufgegriffen und geschickt umgesetzt. Dabei machen sich die Autoren einen Spaß daraus, die Konkurrenzländer als besonders ergiebige Märkte für das flüssiges Gold aus unterschiedlichen Regionen Portugals ins Spiel zu bringen.
An sich ist der Ablauf einfach: Man muss Oliven erwerben, sie zu Öl pressen, das Öl verkaufen und den gewonnenen Reichtum in Siegpunkte umsetzen. Oder den Produktionsprozess ertüchtigen.
Bei einem Deckbauspiel verbessert oder erweitert man die im Spielverlauf einsetzbaren Karten. Dieses Prinzip bereichert das Spiel mit dem eleganten Trick, dass viele der eingesetzten Karten ihre Wirkung vergrößern, wenn Mitspieler gerade die gleichen Karten aktiviert haben.
Was den Ablauf auf das Niveau eines anspruchsvollen Spiels hebt ist die geschickte Verzahnung der Ölherstellung mit den regional differenzierten Produktionsgebieten. Das schafft Engpässe und Begrenzungen und erfordert Aufmerksamkeit.
Erfreulich: Es steckt viel Spiel in der kleinen, preiswerten Schachtel. Schwarze Klötzchen dienen als Oliven, grüngraue stehen für fertiges Öl; dazu beidseitig bedruckte Münzen.
Oliva von Rola & Costa, Illu: Fiore, Red: Stefan Stadler, Huch, 1 - 4 Sp. ab 10 J., ca. 40 Min., ca. 18 €, hutter-trade.com