Die nackte Gier spricht ja nicht gerade aus den harmlosen Äuglein des Gänsleins. Eher etwas dümmlich blickt der Vogel drein, obgleich ihm Habgier zugeschrieben wird. Doch die trifft eigentlich die Spieler. Warum, in Drei-Gänse-Namen, kann man denn nicht rechtzeitig aufhören, noch eine und noch eine und noch eine Karte aufzudecken?

Die Karten werden gemischt und verdeckt ausgebreitet und alle nehmen sich je drei auf die Hand. Es gibt Karten mit gut sichtbaren Zahlen von 1 bis 4 in vier Farben. Sie zeigen Appetithappen und Zahlen in der Ecke, die am Ende auch Punkte ergeben. Wenn man sie denn dann noch auf der Hand hat und nicht längst vorher abwerfen musste. Von den Vierern gibt es mehr als von den Dreiern und von denen wiederum mehr als von den Zweiern.
Netterweise sind noch ein paar zusätzliche Karten im Stapel, bei denen man einem Mitspieler eine Karte schenken oder eine stehlen muss!
Wer am Zug ist deckt so lange Karten auf, wie er will. Hat der Spieler genug darf er alle offenen Karten auf die Hand nehmen oder als meist unwillkommenes Gastgeschenk dem Nächsten überlassen. Liegen jedoch zwei gleiche Karten muss er alle offenen Karten auf die Hand nehmen. Dann kommt die Gier-Probe. Mehr gleiche Karten, als die aufgedruckte Zahl – und schon kommen sie aus dem Spiel.
Es schnelles, pfiffiges Kartenspiel mit Ärgerfaktor!
Greedy Goose von George Feledichuk, Illu: René Amthor, Amigo, 2 – 6 Sp. ab 8 J., ca. 20 Min., ca. 9 €, amigo-spiele.de