Da kauft man ein Spiel – und bekommt gleich zwei Spiele. Das erste ist der Aufbau:
Acht Türme samt Dächern, unterschiedlich hohe Schatzkisten und Sammelboxen müssen montiert werden. Das erfordert Zeit, Sorgfalt und idealerweise die Hilfe eines Erwachsenen. Ein Tropfen Kleber an den Steckverbindungen sorgt für dauerhafte Stabilität. Das Resultat hat ein beeindruckendes Volumen.
Im eigentlichen Spiel kommen sieben der Türme zum Einsatz, einer wird blind beiseitegestellt. Eine Plattform verbindet die Türme, auf der ein Schlossherr wandert. Ein Würfel bestimmt dessen Schritte und die Anzahl der Perlen, die in die Türme geworfen werden. Man muss mucksmäuschenstill sein, um am Fallgeräusch der Perle zu hören, wie tief sie fällt. Nur so lässt sich der richtige Schlüssel wählen. Passt dieser, öffnet sich der Turm und der Schatz kommt zum Vorschein. Wer sich mit seinem Wappen an dem Öffnungsversuch beteiligt hat, wird auch an der Beute beteiligt.
Die Entwickler haben viel Hirnschmalz in das Paper Engineering gesteckt. Entstanden ist ein animierendes und durchdachtes Spiel. Und am Ende passen alle zusammengebauten Teile problemlos wieder in die Schachtel!
Das Schloss der sieben Schlösser von Carlo A. Rossi, Illu: Folker Streese, 2 bis 4 Sp. ab 8 J., ca. 30 Min., ca. 29 €, zoch-verlag.com